Review: MONO INC. – Symphonies of Pain

Wenn man das neue Album der Lieblingsband zur Rezension vorgelegt bekommt, ist das immer so eine Sache. Schließlich möchte man objektiv bleiben und nicht aus Prinzip von Vornherein alles über den grünen Klee loben. Bei Best Of Platten ist das ein bisschen einfacher, denn wer ist hier Zielgruppe, wenn nicht eben die Fans.

Wer Mono Inc. mag, wird auch Symphonies of Pain mögen. Wer vorher nichts mit der Musik der Hamburger anfangen konnte, wird das auch an dieser Stelle nicht.

Was der Hörer hier präsentiert bekommt ist ein schöner Querschnitt der letzten Jahre, bei dem sich treibende Rocknummern mit ruhigen Balladen abwechseln.

Insgesamt erwarten Euch eine tolle Zusammenstellung aus 17 Tracks. Da darf natürlich die Bandhymne schlechthin, Voices of Doom, genausowenig fehlen, wie das titelgebende Symphony of Pain, Children of the Dark mit Gaststimmen von Tilo Wolff (Lacrimosa), Joachim Witt und Chris Harms (Lord of the Lost) oder Get some Sleep.

Ruhigere Töne werden mit In the End, Wave no Flag , Teach me to Love und Time to go, welches die Platte beendet, angeschlagen.

Das könnte es jetzt fast schon gewesen sein, doch genau wie beim letzten Best of The Clock Ticks On, präsentieren uns Mono Inc. erneut ein Doppelalbum. Wurden dem Vorgänger noch neu arrangierte Acoustic Versionen beigelegt, findet sich bei Symphonies Of Pain eine Sammlung der besten B-Seiten. Auf der B-Seite… Quasi B-Seitenception.

Gestartet wird mit 2 Bonustracks von Together Till the End, namentlich Ghostship und Cementary of Hearts. Gefolgt vom großartigen Beggars and Kings aus After the War Zeiten.

So reiht sich auch auf der zweiten CD eine musikalische Perle an die Andere.

Neben den 3 Originaltiteln der Comedown EP findet sich auch hier der Mono Inc typische Mix aus wunderschöner Melancholie (So Long Farewell, Ghost Town Gates, Feuer) und treibender Kraft (Alter Mann, For all we have to suffer, Damn happy Man).

Besondere Erwähnung soll hier der einzige bisher unveröffentlichte Song finden: Out of my Head. Klingt bekannt? Das könnte daran liegen, dass es sich hier tatsächlich um ein Cover von Kylie Minogues Can’t Get You Out Of My Head handelt. So seltsam diese Kombination im ersten Moment vielleicht erscheint, so gut funktioniert die Umsetzung am Ende dann doch.

Symphonies of Pain lässt jedes Fan- und Sammlerherz höher schlagen und bietet vor allem in Kombination The Clock Ticks On eine Mischung, die keine Wünsche offen lassen dürfte, kann aber auch sehr gut für sich Selbst stehen.

Absolute Empfehlung für jeden Monomanen.

Tracklisting 2-CD:
 
Disk: 1
 
1.    Voices Of Doom
2.    Children Of The Dark
3.    Heile Heile Segen
4.    In The End
5.    Symphony Of Pain
6.    Boatman (feat. Ronan Harris)
7.    Arabia
8.    Potter’s Field
9.    Forgiven
10.  Wave No Flag
11.  My Sick Mind TV
12.  Teach Me To Love
13.  Euthanasia
14.  Get Some Sleep
15.  Viva Hades
16.  Never-Ending Love Song
17.  Time To Go
 
Disk: 2
 
1.    Ghostship
2.    Cemetary Of Hearts
3.    Beggars And Kings
4.    So Long Farewell
5.    For All We Have To Suffer
6.    Don’t Let It Go Wrong
7.    Why Can’t I
8.    Damn Happy Man
9.    Comedown
10.  Ghost Town Gates
11.  House On Fire
12.  Kein Weg Zu Weit (Unplugged) feat. Joachim Witt
13.  Alter Mann
14.  Can’t Get You Out Of My Head
15.  In My Darkest Hours
16.  Feuer
17.  Boatman (Unplugged) feat. VNV Nation
 
Tourdates:
 
Subway To Sally’s Eisheilige Nacht

20.12.2017 – Stuttgart – Im Wizemann
21.12.2017 – Pratteln – Z7
22.12.2017 – Gießen – Hessenhalle
23.12.2017 – Dresden – Alter Schlachthof
26.12.2017 – Bochum – Ruhrcongress
27.12.2017 – Würzburg – Posthalle
28.12.2017 – Bielefeld – Ringlokschuppen
29.12.2017 – Bremen – Pier2
30.12.2017 – Potsdam – Metropolishalle

Text: Flare