Portrait: Eric Fish – Naive Liedermalerei

Wie wir am Beispiel von Art from Hell – Dirk Trashedsoul Wieczorek bereits sahen (Portrait siehe hier), kann man einen Künstler, der sich augenscheinlich vorrangig der Musik widmet, nicht nur auf diesen einen Bereich seiner Kunst reduzieren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Musiker ihrer Kreativität auch anders Ausdruck verleihen. So auch Eric Fish, Frontmann von Subway to Sally – er hat sich dem künstlerischen Hobby der Malerei gewidmet. 

Wieso ausgerechnet die Malerei?

Eric Fish sagt selbst dazu: “Fakt ist, dass mich die Malerei, so naiv die Herangehensweise auch sein mag, aus einem tiefen emotionalen Loch herausgeholt hat. Ich denke, das spiegelt sich wider – und Ihr werdet es erkennen, wie Ihr auch die Botschaften meiner Lieder erkannt habt. Ich fühle mich wohl beim Malen und auch beim Betrachten der fertigen Bilder, welche allesamt Fortsetzungen ausgewählter, von mir geschriebener, Lieder darstellen.

Am Abend des 15.08. konnte ganz bequem von zu Hause aus ein Blick auf seine Kunstwerke geworfen werden: bei einer virtuellen Vernissage mit dem Namen Naive Liedermalerei zeigte uns Eric die ersten 12 seiner Werke an genau den Orten, die ihn zum Schreiben der zugrundeliegenden Lieder und zum Malen der Bilder inspirierten.

Wir haben dem Künstler einmal ein paar Fragen zu seiner Kunst gestellt:

 

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Steph: “Ein ganz kleiner Schritt für die Menschheit – ein großer Schritt für mich” – mit diesen Worten hast Du die Vernissage angekündigt. Hat es Dich Überwindung gekostet Deine Kunst öffentlich zu machen? 

Eric Fish: Nur insofern, dass ich viele “Malende” kenne, die sich vor genau diesem Schritt scheuen. Aus Angst vor negativer Kritik. Diese Angst habe ich nicht. Ich muss niemendem gefallen, freue mich aber, wenn Menschen mit meinem Output etwas anfangen können. Das ist bei Musik und Malerei das Gleiche.

Steph: Wieso diese Form der Erst-Veröffentlichung – eine virtuelle Vernissage?

Eric Fish: Um der Zeit Rechnung zu tragen. Sieh’ mal, Ich erreiche so in kürzester Zeit sehr viel mehr Menschen, als wenn ich in einer kleinen Galerie ausstellen würde. Klar ist, dass die Bilder im Original natürlich noch einmal anders wirken. Deshalb mache ich ja auch zwei Tagesaustellungen in Berlin und in Zernsdorf, meinem Heimatort, denen sicher weitere folgen werden.

Steph: Die Reaktionen vorab waren durchweg positiv, doch wie waren die ersten Reaktionen nach Veröffentlichung Deiner Bilder, was kam bei Dir an?

Eric Fish: Alles komplett positiv, durchsetzt von teilweise auftretender Begeisterung.

Steph: Seit wann malst Du schon?

Eric Fish: Noch nicht lange.

Steph: Deine Bilder sind teils ja doch eher abstrakt. Hast Du einen bestimmten Stil / eine bestimmte Technik dabei, oder probierst Du dich einfach aus?

Eric Fish: Ich habe gar keine Ahnung von Maltechniken, Persektiven, Dimensionen. Aber ich habe keine Furcht davor, mich einfach auszuprobieren. Ein Stil hat sich nach und nach herausgebildet: Eine Mischung aus abstrakt und gegenständlich. Über allem steht tatsächler das Adjektiv, welches ich im Titel verwende: NAIV.

Steph: Wie entsteht ein solches Bild – ist es eine fertige Idee, die Du zu Papier bringst, oder entsteht das Bild direkt beim Malprozess?

Eric Fish: Wie schon gesagt, jedes Bild hat eine musikalische Vorlage in Form eines bestimmten Liedes, allermeist ein eigenes. Das Thema des Bildes formt sich in bestimmten ruhigen Momenten in meinem Kopf, und dann geht es los.

Steph: Kann man Deine Bilder auch käuflich erwerben?

Eric Fish: Ja, einfach über liedermalerei@ericfish.de an mich herantreten. Drucke limitiert und Originale.

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Und hier noch einmal das Video zum Erleben der virtuellen Vernissage für Jeden selbst:

Ab kommender Woche wird Eric bis Weihnachten jeden Dienstag, immer am Abend, ein weiteres seiner Werke auf Facebook veröffentlichen. 

Die Chance einige der Originalwerke einmal live zu bewundern, habt ihr bei zwei Ein-Tages Sonderausstellungen, bei denen der Künstler selbst anwesend sein und für musikalische Untermalung sorgen wird: am 30.08. ab 19:00 Uhr in der Galerie Schadow in Berlin-Pankow, sowie am 16.09. ab 18:00 Uhr im Bürgerhaus ZernsdorfIm Anschluss an  die Vernissage in Zernsdorf wird es zudem ein Sommerabschlusskonzert mit DELVA und DER TAGTRÄUMER geben.

 

Text: Steph Lensky