Live-Review: Wirtz | Berlin | 18.09.2015

Auf die Plätze, Fertig, Los! Der Startschuss zur Tour fiel und tausende Fans sprinteten zu den Stopps, um mit dem sympathischen, bärtigen Rocker Daniel Wirtz – spätestens bekannt durch seinen Auftritt bei Sing meinen Song – zu feiern. So auch in der Hauptstadt. Durch den großen Andrang auf das Event, wurde das Konzert sogar vom Huxley’s in die Columbiahalle verlegt, welche nach kurzer Zeit bereits ausverkauft war.

Schon 30 Minuten früher als angekündigt öffneten sich die Tore der Halle und die Menschenmassen strömten hinein, um sich die besten Plätze zu ergattern. Die Besonderheit in der Columbiahalle, die Empore, war ebenso gut besucht, wie der Bereich direkt vor der Bühne. Das Publikum war bunt gemischt: Fans der 1. Stunde, Fans seit Sing meinen Song, Junge, Alte, Normalos, Hipster, Rocker – es war alles dabei. Diese Besucher-Vielfalt liegt wohl einfach an dem breiten Spektrum, welches WIRTZ zu bieten hat. Er berührt mit seinen Songs eben nicht nur eine Subkultur.

Pünktlich um 20 Uhr begann das Konzert mit dem Support Act Milliarden. Die Berliner Band, welche aktuell in Hamburg an ihrem Debüt-Album werkelt, ist recht eigenwillig, aber eingängig. Die Musik erinnert an Punk und die deutschen Texte sind hart aber ehrlich – passend zu Berlin, passend zu WIRTZ. Sie spiegeln das Leben in all seinen Farben und Formen wieder – mal schön, mal hässlich, aber immer authentisch. Milliarden heizten zwar recht gut ein, aber bekanntlich ist das Hauptstadtpublikum ja immer etwas schwergängig mit Support Bands. So auch dieses Mal – klar, die Leute waren heiß auf WIRTZ.

Gegen 21 Uhr war es dann auch endlich soweit. Das Publikum rastete förmlich aus, als der junge Frankfurter mit seiner Band die Bühne betrat. Laut, ehrlich, rockig und gerade heraus – so kennt man ihn, so liebt man ihn. Die Songs, die er spielte, waren bunt gemischt von der aktuellen Platte Auf die Plätze, Fertig, Los und älteren Scheiben. Einige Songs performte er dann sitzend auf einem Barhocker, mit der Akustik-Gitarre in der Hand. Beispielsweise Wenn sie diesen Tango hört, ein Titel welchen er durch Sing meinen Song von PUR gecovert hatte. Es war so emotional, es blieb kaum ein Auge trocken. Die überwiegende Masse der Songs war allerdings eher rockig und zum Tanzen. Das Publikum feierte entsprechend mit und hatte mit Sicherheit einen grandiosen und bewegenden Abend.

 

Das Wirtz Konzept ging wirklich auf: „Mit dem Album holt man die Leute ab, live macht man sie zu Fans.“. WIRTZ muss man einfach Live gesehen haben!

[EDIT] Dieses Konzert wurde aufgezeichnet und ist ab dem 18.12.2015 als DVD mit Doppel CD im Pack im Handel erhältlich. Unser Review dazu findet ihr hier.

 

 

Text + Fotos: Steph Lensky, mehr in unserer Galerie
18.09.2015 Milliarden @ Columbiahalle Berlin 
18.09.2015 WIRTZ @ Columbiahalle Berlin