CD-Review: Rebellious Spirit – „New Horizons“

Aller guten Dinge sind 3! Herzlichen Glückwunsch an Rebellious Spirit zu ihrem neuen und somit dritten Studioalbum New Horizons, welches am 09.06.2017 das Licht der Welt erblickte. Die Band um Sänger Jannik Fischer setzt mit ihrem neuen musikalischen Werk einen weiteren Meilenstein in ihrer Diskographie und Karriere. Rebellious Spirit brachten bereits 2013 ihr Debütalbum Gamble Shot heraus und gingen schon mit Größen wie W.A.S.P. und Bonfire auf Tour. Wie schon mit Gamble Shot und nachfolgend Obsession, erklimmen sie nun mit New Horizons immer weiter den Erfolgsolymp. Genreübergreifende Einflüsse wie von Avenged Sevenfold, Disturbed und Guns’n’Roses brachten sie nicht nur in ihrer stilistischen Selbstfindung weiter, sondern trugen auch dazu bei neue Fans, auch aus anderen Szenen, für sich zu gewinnen.

Was genau die Rebellious SpiritFans an der neuen Platte so begeistert, lassen wir euch im Folgenden nun genauer wissen….

Eine leise Vorahnung was die nächsten ca. 53 Minuten zu hören geben wird, gibt das Intro her, welches mit mystisch-dynamischen Klängen, bis hin zu einem doch eher ruhigeren Sound aufwartet. Untypisch für Rebellious Spirit? Nein, ganz im Gegenteil – denn im Intro spiegelt sich meines Erachtens der Bandname bestens wieder: eindringlich-rebellisch, gemixt mit einem spirituellen Sound. Das Intro erinnert quasi nochmals daran, wer die vier Männer aus Bisingen sind: Rebellious Spirit.

Aber wer jetzt denkt, dass dies so anhalten würde, der irrt sich gewaltig, denn der nächste Track und gleichzeitig die erste Singleauskopplung Devil In Me, welche im Frühjahr 2017 samt Musikvideo veröffentlicht wurde, ist ein klassischer „auf die Fresse“ Song, was das Melodische und Textliche angeht. Wer noch verträumt vom Intro ist, wird spätestens jetzt mit einer vollen Dröhnung harter Töne aufgeweckt. Und wer sich jetzt unbedingt dazu das Video anschauen mag, hier ein kleiner Spoiler: Gangster, Waffen, Zigarren und eine heiße Pole Dancerin sorgen für die gefesselten Augen an euren Bildschirmen. Eine mindestens genauso klare Ansage ist der Song Fuck. Dort sagen sie an „We, we don’t look back. We head off to new horizons. Like it or not. We, we don’t look back.“. Fuck ist in seiner Aussagekraft mehr als deutlich formuliert worden. Noch nicht genug bekommen? Dann ist eine weitere Empfehlung inklusive Musikvideo Wish For.

Wie anfangs schon kurz erwähnt, können die vier Männer auch anders. Ein eher ruhigerer Titel ist der 9. Song des Albums – Give It A Try. Hier bemerkt man auch die musikalischen Einflüsse ihrer Vorbilder. Eine stimmungsvolle Rockballade mit tiefsinnigem Text im perfekten Zusammenspiel mit der Stimme von Jannik. Ein definitiv künftiges Must-Play in ihrer Live-Setlist mit Potential zum Handylichter, Wunderkerzen und Leuchtstäbe schwenken. Ebenso hitverdächtig erscheint mir der Song Enemy. Beginnend mit einem bestimmenden Gitarrenriff, zeigt er den Fans was sie die nächsten Minuten machen sollen: tanzen und singen! Man kann sich schon gut vorstellen, wie das Mikrofon von der Bühne in Richtung Publikum gestreckt wird, um lauthals „Could you light up my way“ mitzusingen. Da bekommt man doch direkt Lust auf ein Konzert von den Bisinger Buben! 😀

Last but not least: Far Away, der letzte Song von insgesamt 13 Tracks, die das neue Album umfasst. Man wird innerhalb der 4:36 Minuten förmlich von seinen Gefühlen mitgerissen. Er fängt mit einer stillen Phase an und vermittelt einem somit das Gefühl einer gewissen Endlosigkeit und lässt viel Interpretationsspielraum für eigene Gedanken. Stück für Stück steigert sich das Lied in seiner Dynamik und kommt dann im Chorus zum Ausbruch. Innerhalb der Strophen kehrt er zu seiner Nachdenklichkeit zurück. Nicht umsonst heißt es auch in den Lyrics „It wasn’t meant to be….“.

Fazit:

Rebellious Spirit haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um ihren Fans bisher noch nie dargebotenes Material zu bieten, indem sie zeigen wie sehr sie sich in ihren künstlerischen Können gesteigert haben. Sie haben mit New Horizons ein Album zusammengestellt, welches all ihre zuvor herausgebrachten Alben in den Schatten stellt und auf mehr neugierig macht. Ein Konzertbesuch ist ein unbedingtes Muss!

 

Tracklist:

01. Intro
02. Devil In Me
03. Wish For
04. Fuck
05. Am I Right
06. Enemy
07. After All
08. The Core
09. Give It A Try
10. Up!
11. Eternal Desire
12. Alright
13. Far Away

 

Release: 09. Juni 2017
Genre: Rock / Alternative
Label: Fastball Music
Anspieltipp: Up!, Far Away
Order: www.rebelliousspirit.de/shop
Homepage: www.rebelliousspirit.de

 

Text: Angy B.