CD-Review: PALAST – Palast

Palast Palast
Und hier ist es: das Album, auf das ich seit meinem Review zur EP Hush gewartet habe. 🙂

PALAST eröffnet mit dem bekannten Sound, der im legendären Funkhaus Berlin geboren worden ist. Bei Shut The Door legt Sascha Pace stimmgewaltig vor und bringt das Feeling des 80er Sounds zurück. Im sich anschließenden She Can Dance melden sich Marc Engel und Tommy Apus mit ihren instrumentalen Talenten „zu Wort“ und übernehmen die Führung. Die drei Berliner schaffen es jeden einzelnen Song einen ganz besonderen Touch zu verleihen. Das macht Spaß, das ist interessant, das ist spannend. Fans von Hurts, 30 Seconds To Mars, aber auch von Apoptygma Berzerk werden hieran ihren Gefallen finden.

Ein ganz starker Song ist sprichwörtlich Strong: Das ist der Sound für die Chillout Lounge mit dem ganz eigenen PALAST-Synthsound. Und richtig episch wird es dann bei Nightfall, bei dem ganz automatisch Bilder im Kopf auftauchen von einer Großstadt, über die sich der Mantel der Nacht gelegt hat und deren Lichter sich am Ufer des Flusses spiegeln.

Mirror Mirror gehört zu der Art von Songs, die am Gehör anklopfen, reinkrabbeln, dort einen Looping schlagen und den Körper über die Zehenspitzen verlassen – eine Homage von Sänger Sascha Pace an die schöne Fashion-Welt. Und mit Stil und Eleganz kennt er sich ja schließlich aus, entstammen doch alle Promotionbilder der Band seiner Kamera.

Fazit:

Wurde auf der im letzten Jahr erschienenen EP mit den Songs Just Friends und Get Me die Hits für den Dancefloor geliefert, ist das hier vorliegende Album die perfekte Musik für die Chillout-Lounge. Nicht zu ruhig, nicht zu heftig. Nicht zu leise, nicht zu laut. Nicht aufdringlich, nicht langweilig.

Und ganz standesgemäß wird dieses Album natürlich auch auf Vinyl zu erhalten sein – genauso wie es sich eben für eine SynthPop Band gehört. 😉

 

Tracklist:

1. Shut The Door
2. She Can Dance
3. Tell Me Why
4. Strong
5. Mirror Mirror
6. Nightfall
7. Stand Up
8. When You Fall
9. One Day
10. Unraveling Skies

 

Release: 21. April 2017
Genre: Synth-Pop
Label: NoCut Entertainment
Anspieltipp: Strong, Mirror Mirror, Nightfall
Order: www.devilsatwork.de/de-palast
Homepage: www.palastband.com

 

Text: Ginger Chan