CD-Review: Eisfabrik – Achtzehnhundertunderfroren

Eisfabrik

Alles andere als eiskalt – nämlich sogar verdammt heiß – kommt die neue Scheibe Achtzehnhudnertunterfroren von Eisfabrik daher. Schon vom Opener The Coldest Summer an wird man in die heißkalte elektronische Welt der drei Jungs aus Hamburg entführt. Alle Songs wirken sehr tanzbar und jeder einzelne kreiert verschiedene Atmosphären, was zu einem abwechslungsreichen und nicht langweiligen Album führt. Etwas verstörend wirken nur die sich über die ganze CD hinziehenden, an Sprechgesang erinnernden, Vocals. Woran man sich aber mehr oder weniger schnell gewöhnt.

Eine der wenigen Ausnahmen scheint hier Sensations of Pain zu sein, da hier der Gesang im Zusammenspiel mit den Elektro Beats sehr harmonisch wirkt und dazu animiert, sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Somit ist es mein absoluter Anspieltipp. Ebenfalls äußerst hörenswert sind Love Planet 69 und The Survival of the Strongest Mind, welche ebenfalls sehr harmonisch und melodiös daherkommen und einen regelrecht dazu einladen sich in eine entfernte Traumwelt zu bewegen, aus der man so schnell nicht mehr entschwinden möchte. Eher schwach im Vergleich zu vorgenannten Songs wirkt Hell made of Ice. Hier dominieren die Synthies so stark, dass sie den Gesang leicht untergehen lassen.

Auch zwei deutschsprachige Lieder befinden sich auf dem Silberling, nämlich Zu den Sternen und Die letzte Seefahrt. Aufgrund der Sprache wirken sie zu Beginn  aber etwas sperrig und es dauert, bis diese ins Gehör gehen. Aber einmal dort festgesetzt, bleiben sie auch erst einmal für ein Weilchen dort. Letzteres bildet auch das mit Abstand ruhigste und langsamste Lied der kompletten Scheibe.

Fazit:

Mit Achtzehnhudnertunterfroren liefern Eisfabrik ein Album für alle Fans elektronischer Klänge ab. Die anfänglich etwas kantigen Songs schleichen sich recht schnell ins Ohr und lassen einen nicht mehr so schnell los. Ein perfektes Album, um die draußen mittlerweile frostigen Temperaturen wegzutanzen und den ersten Schnee schmelzen zu lassen. Alternativ kann man sich aber auch in eine kuschlig-warme Traumwelt begeben, in die man angesichts des Wetters doch nur zu gern flüchtet.

 

Tracklist:

1. The Coldest Summer
2. A Murdered Love
3. Sensations of Pain
4. Zu den Sternen
5. Love Planet 69
6. Magical Winter
7. The Survival of the Strongest Mind
8. It’s not Goodbye
9. Millenium Find
10. Rainbow Child
11. Die letzte Seefahrt

 

Release: 25. November 2016
Genre: Electro-Pop
Label: NoCut Entertainment
Anspieltipp: Sensastions of Pain, Love Planet 69, The Survival of the Strongest Mind
Order: www.devilsatwork.de/Eisfabrik
Homepage: www.eismusik.de

 

Text: Jessy Roxx