CD-Review: Donkey Pilots – Serious Man

Timezone Records präsentiert: Serious Man – eine Donkey Pilots – Produktion

In den Hauptrollen: Yann Johann Gunderson, Hector Pascal, Floyd Apple und Tyler Bourbon

CD-Review: Donkey Pilots - Serious Man

Ja, liebe Leser, dieses Review liest sich nicht ohne Grund wie das Intro zu einem Road Movie, denn genau diesen Eindruck macht die neue Scheibe der Donkey Pilots. Ein zweiminütiges Into leitet auf das Nachfolgewerk von Garbage Man, was nicht nur an das Debüt anknüpft, sondern den Stil noch perfektioniert. Wenn Hector Pascal die Worte „I’ve got no house / I’ve got no car – it’s broken down / five miles down the road“ mit diesen typischen Outback-Akzent ins Mikrofon raunt, ist es fast so, als ob man selbst die sengende Hitze der Wüste von Arizona auf der Haut spürte und den Staub der steinigen Straße auf den Lippen schmeckt. Und dabei kommen die Donkey Pilots gar nicht aus den Staaten, sondern – wer hätte das gedacht – aus Niedersachsen! Muss ihnen mal einer nachmachen diesen Stil eines Outlaws auf seinem Roadtrip auf eine Weise zu beschreiben, die Amerikanischer nicht sein könnte. Das Geheimnis steckt im Vintage-Recording, was die Donkey Pilots für das am 22. September erschienen Album nutzten. Selbsterklärend ist dieser Longplayer auch auf Vinyl gepresst beim Plattenhändler des Vertrauens verfügbar.

Und weil ja Leute, die Filme spoilern, sich nicht sonderlich großer Beliebtheit erfreuen, werde ich genau aus diesem Grund auch dieses Review jetzt beenden müssen. Denn die Scheibe hier wirklich gutes Unterhaltungskopfkino. Seid also dabei, wenn der Serious Man im Hotel Rio eincheck, um dann feststellen zu müssen “This is not L.A.“, den Budweiser Blues singt und nach einer Dreiviertelstunde das große Finale im  Elevator to Hell lauert.

Fazit:

Wer seinen Heimkinoanlage gern mit Werke von Quentin Tarantino füttert und auf Spaghettiwestern im Allgemeinen steht, der sollte sein Musikanlage mit diesem Werk hier füttern. Denn unter uns: Was gibt es denn schöneres als Kopfkino? 🙂

Tracklist:

1. The howl
2. No right
3. One beer man
4. Hotel Rio
5. This is not L.A.
6. Babylon road
7. Soulsucker
8. Blunt and blonde
9. Kerosine in my genes
10. Budweiser Blues
11. Zonk-out in a 30 zone
12. Elevator to Hell

 

Release: 22. September 2017
Genre: Rock
Label: Timezone Records
Anspieltipp: No Rights, Babylon Road
Order: www.amazon.de
Homepage: www.donkeypilots.com


Und wie es sich für ein gutes Unterhaltungskino gehört, gibt es von uns natürlich auch noch einen Abspann in Form der nächsten Livetermine der Donkey Pilots. 😉 Viel Vergnügen und Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

09.11.2017 [DE] – Berlin, Jägerklause
11.11.2017 [DE] – Berlin, Köpenicker Kneipenfest
02.02.2018 [DE] – Luckenwalde, Wunderbar
03.02.2018 [DE] – Braunschweig, Barnaby’s Blues Bar
10.02.2018 [DE] – Hagen, Enge Weste (Unplugged)

Text: Ginger Chan