CD-Review: Alienare – Beyond Love

Nach über 2 Jahren Produktionsdauer in den Hamburger R.A.U.- und den Hannoveraner Riebros Music Studios erscheint am 28.04.2017 das Debütalbum Beyond Love der Norddeutschen Synthpop Newcomer Alienare. Die Formation rund um Frontmann und Mastermind T. Green hat 14 Tracks mit einer sehr tanzbaren Mischung aus Synthpop, Dark Wave und EBM-Klängen zusammengestellt. Diese werden sowohl als digitale Version, sowie als CD-Digipak mit exlusivem Bonustrack erhältlich sein.

Wir haben vorab schon einmal für euch reingehört:

Alienare - Beyond Love

Die schon 2013 gegründete Band zeigt mit diesen Werk deutlich, dass sie sich zwar im Synthie-Bereich bewegen, den man beispielsweise von Szenegrößen wie And One kennt, aber dennoch gegen den Strom schwimmen. Die tiefe, mitreißende Stimme des Mannes mit der grünen Krawatte am Mikro, versunken in melodischem Sprechgesang, markige und dynamische Synths sowie satte Bässe dominieren das Album und untermalen in ihren Variationen perfekt die Thematiken der jeweiligen Songs.

Beyond Love birgt durch einfach mitzusingende Lyrics etliches Ohrwurmpotential. Durch die ersten Singleauskopplungen Mission Abort und Providence konnten die Hörer sich bereits von der Alienare eigenen Handschrift überzeugen lassen. 

Der Opener Interference legt direkt los mit dominanten Synthie-Klängen und lässt einen guten Eindruck zu auf das, was den Hörer mit dem Album erwartet. Von leichten und heiteren Sounds bei Beyond, Love Control und Forever zu etwas düsteren und schwereren Melodien bei Area 51, The Whole World, Pain und Day into Night enthält der Longplayer eine gute Bandbreite des Synthpops.

Mit Move treffen sie den Nagel auf den Kopf: ein Song bei dem man unweigerlich mit dem Fuß zu wippen beginnt, bis schließlich passend zur Musik und der immer wiederkehrenden Aufforderung “Just Move!” der ganze Körper in Bewegung ist. Wenn das mal kein Hit in den Clubs dieses Landes und darüber hinaus wird…

Tremor, All That’s Left und The One sind Songs, die sich stilistisch leicht von den anderen abheben. Vor allem die rein instrumentale Stelle in Tremor bleibt über Stunden im Kopf. All That’s Left überzeugt durch einen melodischeren Gesang, besonders im Chorus. The One ist mein persönlicher Liebling: der Gesang ein wenig mehr gerade raus und mit mehr Druck, die Synths etwas spaciger und dazu die eingängige Melodie – hier erkennt man deutliche EBM-Einflüsse.

Fazit:

Mit Beyond Love ist Alienare hier ein sehr ordentliches Debüt-Album im Synthpop Bereich gelungen. Der Hörer kann ganz klar eine Handschrift erkennen, hinter der viel Herzblut und Kreativität steckt. Aber bildet euch gern selbst ein Urteil und bestellt die Debüt LP der Band auf ihrer Homepage.

Wie sich das Ganze dann live anhört, könnt ihr auf der zum Album gehörenden Deutschlandtour erfahren, bei der Alienare als Support Act für Essence of Mind vertreten sein werden und die pünktlich zum LP-Release in Hannover startet.

 

Tracklist:

1. Interference 
2. Beyond 
3. Move 
4. Area 51 
5. The Whole World 
6. Love Control 
7. Pain 
8. Mission Abort 
9. Providence 
10. All That’s Left 
11. The One 
12. Tremor 
13. Day Into Night 
14. Forever
 
 
 
Release: 28. April 2017
Genre: Synthpop / Dark Wave / EBM
Label: R.A.U. Entertainment
Anspieltipp: Move, All That’s Left, The One
Order: www.poponaut.de/alienare
Homepage: www.alienare.net

 

Text: Steph Lensky