BEATING SIGNAL – THE STORY – Vorab-Stream & Interview

BEATING SIGNAL – THE STORY – Vorab-Stream & Interview


Lange mussten Fans der jungen Band auf einen fertigen Beating Signal Release warten – nun ist es soweit und die Norddeutschen veröffentlichen am 27. April 2018 ihre neue Single „The Story“. Ganz exklusiv präsentieren wir euch einen Vorab-Stream.

Die Single erscheint weltweit digital und das Frontcover der CD besteht aus nichts Geringerem als einer funktionstüchtigen Platine, die mit wenigen Löthandgriffen und Zusatzteilen zum Mini-Synthesizer aufgewertet werden kann. Mehr Infos gibt es auf deren Homepage


Zusätzlich zum Stream gaben die Jungs ein ausführliches Interview.

edit: Stream entfernt …. hier der Link zur Bandcamp Seite: https://beatingsignal.bandcamp.com/album/the-story-single

Der erste Blick in eure Biografie bringt direkt ein paar Fragen auf. Ihr kommt aus dem niedersächsischen Nordenham und Freiburg. Wie kommt so eine Mischung zustande und wie schafft ihr es euch zu koordinieren? Ich stelle mir das gemeinsame Proben schwierig vor.
Luca: Das Internet macht’s in vielerlei Hinsicht möglich!
Mick: WhatsApp, Facebook und Dropbox werden von uns fast täglich benutzt.
Basti: Ich als Sänger übe größtenteils alleine mit den Instrumental-Versionen zu Hause. Nur kurz vor Konzerten proben Luca und ich zusammen die Setlist einmal durch. Da wir aber beide in Nordenham wohnen, ist das kein Problem.

Euch gibt es nun schon seit knapp 5 Jahren. Was kann man von euch in den nächsten fünf erwarten?
Luca: Dasselbe was man die letzten 5 Jahre bekommen hat.
Basti: Ein Album.
Mick: Hoffentlich viele Konzerte

Ihr wart doch mal zu viert. Wo ist euer Bassist geblieben?
Basti: Private Gründe.
Luca: Den haben wir nach einem Gig vergessen wieder mitzunehmen aber nun ist er wieder aufgetaucht.
Basti: Er wird aber bald wieder bei uns einsteigen, was uns natürlich sehr freut!
Mick: Also in unser Auto einsteigen, versteht sich.
Max: Wir sind zu viert!

Eure letzte Single kam 2014 raus. Seitdem sind 4 Jahre vergangen, weshalb hat es so lange gedauert bis wieder neue Musik von euch erscheint?
Basti: Wir haben seit 2014 einige Konzerte gespielt und wollten erstmal Bühnenerfahrung sammeln. Aber andererseits haben wir ehrlich gesagt den Arsch dazu nicht hochgekriegt.
Mick: Luca hat an seinen Produktionsfähigkeiten gefeilt.
Luca: Nachdem die Vorproduktion des Albums weitestgehend abgeschlossen war, lag der Fokus für eine längere Zeitspanne in erster Linie auf dem Livespielen, wodurch die Songs einen gewissen Reifeprozess durchlebten, der mittlerweile abgeschlossen ist und diese Songs somit bereit sind das Licht der Welt zu erblicken. Oder zumindest erstmal einer von ihnen.

Wieso habt ihr genau diesen Song ausgesucht?
Mick: Er ist einfach der Ohrwurm schlechthin.
Luca: Es ist der Song, der unseren Stil am besten auf den Punkt bringt. Da waren wir uns alle ziemlich schnell einig.
Basti: Nach meinem Wissen haben wir ‚The Story‘ aus dem einen Grund ausgewählt, weil dieser Song den Albumtitel ‚Time for Reality‘ als Punchline am Ende enthält. So bleibt das alles besser bei den Leuten hängen, denke ich.

Was möchte der Songtext aussagen?
Basti: Der Songtext behandelt das Thema „Verbreitung und Aussterben des Glaubens“. Immer mehr Zeugen Jehovas versuchen andere Menschen zum Glauben zu bekehren, denn die Menschheit glaubt in der heutigen Zeit nicht mehr an Gott. Wir auch nicht. Und auch so standen sie vor meiner Haustür und haben mich vollgelabert, ich solle mich damit wenigstens mal auseinandersetzen. Nö mach ich nicht, ich schreib jetzt einen Songtext über eure verzweifelten Versuche, logisch-denkende Menschen zu bekehren.
Mick: Time for Reality!

Beschreibt die Musik von ‚The Story‘. Was erwartet den Hörer?
Mick: Einen Popsong
Luca: A dark and freaky popshow!
Basti: Er klingt nicht so düster wie der Rest unseres Repertoires, ist recht flott. Der Refrain ist ein potentieller Ohrwurm, genauso wie die Zeile ‚Time for Reality‘ am Ende.

Wird das Album ähnlich klingen? Wann können wir mit ‚Time for Reality‘ rechnen?
Basti: Das Album wird vom groben Sound her ähnlich klingen. Die Songs sind jedoch ziemlich unterschiedlich und vielfältig.
Mick: Wer einen groben Einblick möchte sollte unsere Konzerte besuchen.
Basti: Wann es wirklich komplett fertig wird, können wir leider noch nicht genau sagen und wollen uns aufgrund dessen, dass wir es schon oft genug verschoben haben, noch nicht festlegen.
Luca: Bis 2030 wird es auf jeden Fall fertig. Wenn nicht sogar schon ein oder zwei Jahre früher.

Hört ihr eure Musik selbst gerne an?
Luca: Ja
Basti: Ich persönlich höre mittlerweile nur noch wenig poppigen Kram, dennoch mag ich unsere Musik sehr und höre sie mir ab und zu auch selbst gerne an, unter anderem aus dem einfachen Grund, stolz auf das alles zu sein.
Mick: Bevor ich Teil der Band wurde, war ich Fan. Also ja!

Was inspiriert euch Musik zu machen? Habt ihr zudem Vorbilder für Beating Signal oder Ziele, die ihr unter diesem Namen erreichen wollt?
Basti: Was inspiriert mich dazu, Musik zu machen? Ich glaube das ist die schwerste Frage, die mir je gestellt wurde. Ich hab einfach damit angefangen und nie aufgehört.
Vorbilder für diese Band habe ich nicht direkt, aber meine persönlichen Ikonen sind Chris Corner von IAMX, Marilyn Manson und Jared Leto von 30 Seconds to Mars.
Luca: Ich bin seit der frühen Kindheit dauerhaft zum Musikmachen inspiriert. Wo das genau herkommt weiß ich nicht mehr, aber es zieht sich wie ein roter Faden durch mein bisheriges Leben.
Vorbilder als solches hab ich keine, ich lasse mich von den Dingen inspirieren, die mir gerade gefallen. Mein Ziel hab ich eigentlich schon erreicht: Ich mache mit meinen besten Freunden zusammen Musik und teile mit ihnen die Bühne. Das ist genau das was ich wollte. Alles andere drum herum ist mir egal.
Mick: Mein kurzfristiges Ziel ist es das Album endlich zu veröffentlichen. Langfristig möchte ich gerne auf einem der großen Festivals spielen. Unerreichbar wird jedoch nach wie vor der Supportslot für Rammstein bleiben.

Was macht ihr abseits von Beating Signal?
Luca: Bei mir belaufen sich 90% meiner freizeitlichen Gestaltung auf Musik. Sei es Musik machen oder hören. Und natürlich mein Job.
Basti: Von Beruf bin ich Fluggerätemechaniker und abseits von Beating Signal habe ich ein Soloprojekt namens Three Nil Three. Das Ganze geht aber in eine komplett andere Richtung. Den Stil kann man allerdings schwer beschreiben, da die neueren Songs auch wieder anders sind, als das was ich ursprünglich gemacht habe.
Mick: Hobbymäßig schneide ich die Aufnahmen unserer Live-Auftritte für YouTube zusammen, arbeite an meinem RammWiki (ein Fanwiki über Rammstein), stehe für Luca bei seinem Soloprojekt U-Manoyed auf der Bühne, oder höre Musik.

Wessen Idee war es das Frontcover aufzupeppen?
Basti: Joris Wegner, ein Freund und Freak der Technik hatte diese klasse Idee.
Luca: Das geht voll und ganz auf Joris‘ Kappe. #shoutout
Max: Joris Wegner, der boi.
Mick: Wer ist dieser Joris?

Hallo, ich bin Joris Wegner, Künstler und Designer aus Bremen. Ich beschäftige mich vor allem mit elektronischen Projekten und produziere als Nordstaat zurzeit experimentellen Techno.

Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Idee?
Haptik und Optik einer Platine sind einfach phantastisch: Das Trägermaterial ist schwer und wertig, die Lötflächen glänzen und leicht erhabene Leiterbahnen erscheinen im Licht unter dem Lötstopplack. Ich wollte schon lange ein Cover als Platine ausführen und die futuristische Anmutung passte einfach perfekt zu Beating Signal.

Ist das Upgrade auch für technische Laien empfehlenswert?
Das Löten der Teile ist einfach und für Anfänger absolut geeignet. Das Programmieren kann allerdings etwas fummelig sein, ich empfehle den Code auf einen älteren Arduino Uno mit herausnehmbarem Chip zu schreiben und diesen dann in die Platine einzusetzen, da kann man mit ein wenig Grundwissen fast nichts falsch machen.

Was kann mit dem zusammengebauten Endergebnis angestellt werden? Ist es nachhaltig produktiv?
Der Synthesizer ist als Gadget zu verstehen, nichtsdestotrotz produziert er teilweise inspirierende und unerwartete Ergebnisse, die ich schon in meine eigenen Tracks eingebaut habe. Ein bisschen Reverb und Delay drüber kommen auch ziemlich gut.

Was hat es mit dem Design der Platine auf sich? Im Vorfeld wurde auf facebook die christliche Symbolik infrage gestellt.
Das Platinen-Motiv musste aus mehreren Elementen bestehen, die man als „Tasten“ benutzen kann. Die Kreuze spielen auf die Toten im Namen des Christentums und das verherrlichte Symbol eines Folterinstruments an, das auch die Kriegsgräber aus den eigenen Reihen kennzeichnet.
Es ist auch meine ganz persönliche Assoziation zum religionskritischen Songtext von Basti.

Wie ist Dein allgemeiner Bezug zu Beating Signal? Woher kennt ihr euch?
Ich bin der Band schon länger freundschaftlich verbunden und stehe auch bei Lucas Nebenprojekt U-Manoyed mit auf der Bühne, meistens als Visualist.

Könnt ihr selbst alle Synthesizer spielen? Beherrscht ihr noch weitere Instrumente?
Max: Nein und ja
Basti: Nein, ich kann keinen Synthesizer spielen, dafür aber Gitarre und Schlagzeug.
Luca: Also ich bin der einzige der kein Instrument spielen kann. Das ist eher Micks Gebiet.
Mick: Döp döp döp dödödöp döp döp

ALIENARE haben einen Remix angefertigt. Wie ist euer Bezug zu den Jungs?
Luca: Die Jungs sind super und es ist mir immer wieder eine Freude mit ihnen zusammen die Bühne zu teilen!
Basti: ALIENARE ist eine der wenigen Bands, mit denen wir uns von Anfang an bis jetzt super verstehen und schon viel zusammen gelacht haben. Macht immer wieder Spaß mit denen ein Konzert zusammen zu spielen.
Mick: Am 28.4. feiern wir mit ihnen unsere Auslands-Livepremiere. Nachdem sie schon zweimal unsere Vorband waren, wendet sich nun das Blatt und wir betreten zuerst die Bühne.

Erzählt ein paar Anekdoten, die ihr zusammen erlebt habt. Was war euer lustigstes Erlebnis auf der Bühne? Gab es schon Pannen bei euren Gigs?
Luca: Das würde den Rahmen sprengen das jetzt alles aufzuzählen. Da sollte man sich am besten selbst ein Bild von machen.
Basti: Das lustigste war eigentlich, wo wir in Bamberg gespielt haben. Max und ich waren angetrunken und das hat auf den Rest der Band abgefärbt. Bei einem Song sangen wir dann einfach anstatt des richtigen Textes den Burger Dance von DJ Ötzi. Und bei einem anderen Auftritt hat Luca mir beim Simulieren von Schlägen ins Gesicht tatsächlich mit der Faust in die Fresse geschlagen.
Ich hatte nebenbei angemerkt noch nie eine Schlägerei, und ausgerechnet von meinem besten Kumpel krieg ich eins auf die Schnauze.
Mick: Richtig, den Schlag in die Fresse würde ich definitiv als Highlight dazuzählen. Meine Freundin fragte noch ein paar Tage zuvor vergeblich, ob dies schon passiert sei. Normalerweise sollte das ganze so wie in dem Video hier aussehen. Leider haben wir aus Essen keine Videoaufnahme, da nach dem Gig unser Auto aufgebrochen wurde, aber der Schlag ist selbst auf der Audioaufnahme zu hören. Pannen gab es in der Tat unzählige. Von üblichen Verspielern und Texthängern, über Laptop-Ausfällen bis zu verhauenen Einsätzen meinerseits war so ziemlich alles schon vertreten.
Max: Mick hat einmal eine Cola geklaut, weil er meinte, da sei niemand zum Kassieren an der Kasse gestanden und dann müsse er auch nicht bezahlen. Das hat mich sehr beeindruckt.

Vielen Dank für eure Antworten! Ein paar abschließende Worte?
Basti: Ich bin nicht gut in Wörter.
Luca: Tschüss
Mick: Hier könnte ihre Werbung stehen.
Max: Fliegt hoch oder wir fliegen über euch drüber!