Bandvorstellung: Sonorus7

Sonorus7 – das sind die Leipziger Sängerinnen Liss Eulenherz (Intent:Outtake, Project Snowflake), Clodi Korzin (La Magra, Mental Defect) und Keyboarder Daniel Korzin (Mental Defect). Gegründet zum Neuen Jahr und inspiriert von Szenegrößen wie VNV Nation, Solar Fake, Aesthetic Perfection, Apoptygma Berzerk, Frozen Plasma, Assemblage 23 und Colony 5 basteln die drei zur Zeit fleissig an ihrer ersten Scheibe, die im Spätsommer erscheinen soll. Erwarten wird uns dabei eine Mischung aus tanzbarem, düster-melancholischem Future, Electro und Synthie Pop. Einen ersten Vorgeschmack gibt es mit dem am 23.07. veröffentlichten Musikvideo zur Single Wasteland, bei dem Kollege und Sänger Bastian von Intent:Outtake mitwerkelte.

Doch wie entsteht so eine Band überhaupt? In Clodi schlummerte schon länger der Wunsch ein weiteres Elektro-Projekt zu starten, am liebsten mit Freundin Liss. Doch wie das im Leben so ist, fehlte es an etwas Entscheidendem: an Zeit. Weihnachten 2016 machten sich die beiden das gegenseitige Geschenk und fassten den Entschluss es zumindest einmal zu probieren. Am 01. Januar dann die erste Probe mit dem Resultat, dass man musikalisch doch sehr gut auf einer Wellenlänge war. So schloss sich auch Daniel dem Vorhaben an und Sonorus7 war geboren.

Mehr ist über Sonorus7 bisher nicht in Erfahrung zu bringen – zumindest nicht über die gängigen Wege – darum haben wir uns einfach mal mit ein paar Interviewfragen direkt an die Leipziger gewandt.

 

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Oberirr: Woher kennt ihr euch?

Clodi: Wir haben uns 2009 auf einem Konzert kennengelernt, wo sowohl Liss, als auch ich mit unseren damaligen Bands gespielt haben. Naja und wie das bei Musikern so ist, lernt man sich einmal kennen, läuft man sich immer wieder über den Weg und so entstand über die Jahre eine Freundschaft.

Oberirr: Gab es auch vorher schon Zusammenarbeiten, wenn auch nicht in genau dieser Konstellation?

Liss: Die Musik hat uns immer wieder zusammen gebracht. Durch meine Fotos haben sich diese Bereiche aber durchaus auch mal überschnitten und auch Film und Fernsehen haben uns schon vereint. Voneinander lassen konnten wir nie wirklich.

Oberirr: Sonorus7 – wie ist der Name entstanden und was bedeutet er?

Clodi: Wir sind beide Harry Potter Fans und wollten das irgendwie im Namen verankern. Also haben wir etwas subtiles aus der Hogwarts-Welt gesucht und sind letztlich im Lexikon der Zaubersprüche fündig geworden. Der Sonorus-Zauber verstärkt, wenn man ihn anwendet, die Stimme. Da dachten wir, dass passt doch richtig gut. Und die Sieben ist die letzte Ziffer unseres Gründungstages: der 01.01.2017.

Oberirr: Scheut ihr den Vergleich mit anderen, v.a. erfolgreichen Bandprojekten, oder seid ihr stolz darauf?

Liss: Jemanden mit einer doch sehr bekannten Band zu vergleichen, hat im Kopf des Hörers ja zumindest zu einer Assoziation mit etwas geführt, das er mag oder schätzt. In diesem Sinne kann man da schon stolz drauf sein. Natürlich möchte man als Band etwas Eigenes kreieren, seinen Stil finden und ihn zum Erkennungsmerkmal machen. Wir alle haben unsere musischen Wurzeln und Präferenzen, die wir aus sehr unterschiedlichen Genres mit in unsere Titel einfließen lassen – ich denke auch dies wird sich gerade auf dem kommenden Album durchaus widerspiegeln.

Oberirr: Nach der Veröffentlichung eurer 1. Single soll sicher auch bald eine 1. EP oder ein 1. Album folgen. Wann wird Release sein?

Clodi: Wir arbeiten mit Hochdruck an unserem ersten Album und sind optimistisch, dass dieses im Herbst erscheinen kann. Und darauf darf man durchaus gespannt sein, denn es wird mit einigen Überraschungen aufwarten.

Oberirr: Wird man euch auch mal Live sehen/hören können?

Liss: Sobald unsere Arbeiten an unserem Album abgeschlossen sind, fokussieren wir uns auf die entsprechenden Live-Sets. Wir wollen definitiv auf die Bühne, dort verbindet sich alles, was Sonorus7 definiert. Ich denke, ich kann für alle sprechen, wenn ich sage, dass wir das Bühnenleben und die Interaktion mit dem Publikum durch unsere langjährigen Band-Erfahrungen schätzen und es zum Prozess einfach dazu gehört, die durch die Songs transportierten Emotionen und Storys mit dem Publikum zu teilen und ein gewisses persönliches Feedback zu erleben. Auf diese Momente freuen wir uns schon sehr.

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Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Nun wisst ihr etwas mehr über das junge Bandprojekt Sonorus7 und seid hoffentlich genauso gespannt auf die Dinge, die noch von ihnen zu erwarten sein können, wie wir. Wir bleiben jedenfalls dran und wünschen den Dreien viel Erfolg mit ihrem Vorhaben.

Damit ihr jetzt auch wisst, wie sich Sonorus7 so anhört, hier das brandneue Video zur Single Wasteland.

 

Text + Interview: Steph Lensky