Bandvorstellung: Blue Metal Rose

Blue Metal Rose, das ist keine Death-Metal Band, sondern das sind Sängerin Alice Schmidt und Produzent Patrick Nevian aus Oberhausen, die als Zweiergespann seit 2013 chicen Alternative und Indie-Pop mit Dark-Rock Flair machen. Inspiriert von Größen wie Marina and the Diamonds, Kate Bush, Hurts, Muse und Depeche Mode ist ihr Sound vor allem von popigen Elektrobeats, virtuosen Piano-Klängen, dramatischen Orchesterarrangements und melancholisch-rockigen Melodien geprägt. Die deutschen und englischen Texte handeln zumeist von gesellschaftlichen Missständen und zwischenmenschlichen Beziehungen – präsentiert mit viel Gefühl, Ernsthaftigkeit und manchmal einer Prise humorvollem Sarkasmus. Blue Metal Rose eben 😉 …

Diese unvergleichliche Sound-Mischung wurde auf bisher drei Alben festgehalten: Spreading The Seed (VÖ 2014), Farbenfrohe Welt (VÖ 2015) und The Cage Of Love (VÖ 2015). Nach zwei langen Jahren Pause folgte kürzlich Studioalbum Nummer vier – Love and Fear (VÖ 01. Juni 2017). In physischer Form ist es leider auf 200 Stück limitiert, aber Internet sei dank ist es natürlich auch digital erhältlich: beispielsweise hier.

Um noch etwas mehr über Blue Metal Rose und ihren einzigartigen Sound herauszufinden, haben wir dem sympathischen Duo ein paar Fragen im Interview gestellt.

 

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Oberirr: Beim ersten Lesen eures Bandnamens dachte ich an eine Metalband, doch beim Hören eurer Musik war ich dann sehr überrascht. Woher kommt dieser Name und kommt es öfter zu dieser „Fehleinschätzung“?

Alice: Mit dem Bandnamen habe ich nichts zu tun. Es kommt tatsächlich zu Verwechslungen, aber das macht nichts, denn ich steh total auf Metal und die Einflüsse hört man durchaus!

Patrick: Der Name war die Idee von Alice‘ Vorgängerin, welche die Band nach kurzer Zeit aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste. Schön finde ich den Klang des Namens und was man inhaltlich in die drei Wörter hineininterpretieren kann. Diese Vielschichtigkeit spiegelt uns als Personen und Musiker schon wieder.

Oberirr: Woher kennt ihr beide euch und wie kam es zu der Zusammenarbeit? Habt ihr vorher schon einmal zusammen gearbeitet?

Alice: Patrick suchte eine Nachfolgerin für sein Projekt, ich war nach meinem Umzug auf der Suche nach einer neuen Band. Er lud mehrere Sängerinnen zum Casting ein und ich bekam den Zuschlag.

Patrick: Genau! Dass es dann auch privat so gut klappt, hätten wir nicht erwartet.

Oberirr: Wenn man sich als Paar sowohl zu Hause, als auch auf der Arbeit ständig sieht, ist es dann manchmal anstrengend mit dem Partner zusammen zu arbeiten?

Alice: Ja auf jeden Fall, wir diskutieren auch oft. Glücklicherweise passen wir aber charakterlich sehr gut zusammen.

Patrick: Wir haben gelernt, nötige Freiräume besser zu nutzen. Dass es jetzt so rund läuft, hört man ganz besonders auf dem neuen Album Love and Fear.

Oberirr: Was meint ihr, warum passen eure musikalischen Einflüsse so gut zusammen?

Alice: Also, ich komme ja eigentlich aus dem Metal-Bereich, war früher aber auch in der schwarzen Szene zu Hause und hatte zudem klassischen Gesangsunterricht. Daher mag ich Musik verschiedener Genres und die Verknüpfung verschiedener Stile.

Patrick: Ich habe Klavier gelernt und liebe Synthi-Musik. Wir kombinieren all diese Genres und mixen sie zu unserem prägnanten BMR-Sound zusammen. Wir hören privat oft die gleichen Bands oder Künstler und Alice‘ Einfluss hat unserer Band einen großen Push nach vorne gegeben.

Oberirr: Was wollt ihr musikalisch noch erreichen und was sind eure Träume?

Alice: Gerne würde ich weitere Alben produzieren und weiterhin Spaß an der Musik haben, ansonsten bin ich eher bescheiden. Vor allem, weil ich weiß wie hart die Musikbranche ist. Davon will ich mir meine Kunst nicht kaputtmachen lassen.

Patrick: Weiterhin genug Zeit für unsere Musik haben zu können ist definitiv das Ziel. Gerade als Band möchten wir daher noch mehr Musikbegeisterte erreichen, die vielschichtige Musik mit Tiefgang mögen.

Oberirr: Für viele Menschen ist Musik oder Sport der Freizeitausgleich zum stressigen Arbeitsaltag. Wie sieht das bei euch aus, wo die Musik die Arbeit ist – wie reagiert ihr euch ab?

Alice: Tatsächlich mit Sport. Musik spielt trotzdem immer die Hauptrolle, deshalb besuche ich auch ganz gern Konzerte anderer Bands.

Patrick: Oh ja, Sport. Ich sollte mehr Sport machen. Wenn man den ganzen Tag im Studio hockt, dann fehlt teilweise schon der Ausgleich. Ich bin aber auch leidenschaftlicher Retro-Gamer und entspanne gerne an alten Rechnern und Konsolen.

Oberirr: Wird es euch zeitnah auch Live zu sehen und hören geben?

Alice: Am 28.10. werden wir in Neuss im Rahmen der Amiga32 auftreten, die Veranstaltung ist allerdings bereits ausverkauft.

Patrick: Der Markt ist hart und alles andere als fair. Wir haben schon immer gesagt, dass wir nicht um jeden Preis auftreten, sondern wenn fair mit den (Mit-)Musikern umgegangen wird. Daher sind wir seltener live zu sehen. Ich hoffe, dass sich immer mehr Kollegen uns anschließen und mehr Menschen nicht nur Megaevents, sondern auch kleine und mittlelgroße Konzerte besuchen.

Oberirr: Was wollt ihr euren Fans noch sagen?

Beide: Seid offen für Neues. Das Leben ist sehr schnell geworden. Nehmt euch aber die Zeit für neue Musik. Sie bereichert das Leben und gibt neue Energie. In diesem Sinne: Hört in unser neues Album Love and Fear rein. Wir sind sehr stolz darauf und es steckt eine Menge Herzblut und Gefühl in den Tracks!

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Diesem letzten Satz kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen… außer mich ihm komplett anzuschließen! Darum hier auch jetzt der Album-Teaser von Love and Fear für euch, damit ihr euch selbst einen Eindruck von Blue Metal Rose machen könnt 😉 … Schaut auch gern auf ihrer Homepage und Facebook-Seite vorbei und lasst ihnen ein Like da! 

Text: Steph Lensky