Phantomas Trehr – “Restnorm – Apath”, Kurz Review und Interview

Restnorm-Apath ist das Debütalbum von Phantomas Trehr und eine Art musikalischer Seelenstriptease. Das Konzeptalbum gibt Einblick in die Untiefen einer menschlichen Seele, und nimmt sich dafür bei jedem der insgesamt zehn Songs zwischen fünf und acht Minuten Zeit. Langsam, fast schon zäh und schwerfällig leidet die Platte vom ersten bis zum letzten Ton dahin, und macht damit der selbstgewählten Bezeichnung „depressiver Rock“ alle Ehre. Getragener, oft mehrstimmig aufgenommener Gesang wechselt sich mit Instrumentalparts ab, und während die Texte Angst, Schmerz und Leid in Worte fassen, transportieren die Melodien das dazugehörige Gefühl. Viele der mantra-artig wiederholten Textzeilen bleiben nach dem Hören im Ohr hängen. »Ich bin ein Fremder hier, geduldet aus Gelangweiltheit.« Die Poesie der deutschen Texte entsteht dabei nicht durch leere Phrasen, sondern durch abgrundtiefe Ehrlichkeit.

Fazit: Authentisches Leiden in poetischer Vollendung, sorgt definitiv nicht für gute Laune.

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