Ankündigung: Festival ohne Bands – Fortsetzung folgt

Na, was gehört wohl alles zu einem ordentlichen Festival?

Ein Zelt, gute Verpflegung und eine passende Gruppe an Leuten, mit denen es sich so richtig feiern lässt. Aber das wohl Entscheidenste an einem Festival sind die Auftritte der Bands. Oder etwa nicht?

Wenn es nach David Lüke geht, ist Letzteres nicht zwingend erforderlich. Deshalb hat er dieses Jahr seinen langersehnten Traum von einem eigenen Festival verwirklicht, was ganz ohne Bands auskommt.

Auf dem Festival ohne Bands steht der Spirit des Beisammenseins im Vordergrund. Sei es gemeinsames Plaudern unter Festivalgängern, Trinkspiele oder Crowdsurfing. Musik als solches gibt es natürlich auch. Nur nicht live, aber dennoch mit tanzen, pogen und moshen.

Die Idee von etwas Eigenem kam dem jungen Mann bei seinen Besuchen von Festivals wie dem South Side oder dem Summer Breeze. Jedoch war dem Schwaben bewusst, dass es gerade im Süden Deutschlands viele verschiedene Festivals mit hochkarätigen Line-Ups gibt, mit denen es nahezu unmöglichen werden würde zu konkurrieren. Deshalb, und weil seine Erfahrungen ihn mehr auf die Atmosphäre gelenkt haben, veranstaltete er dieses Jahr zum ersten Mal ein Festival, was hauptsächlich darauf ausgerichtet ist dieses Gefühl einzufangen. Mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion wurde der Traum Wirklichkeit. Und nicht nur die Sammelaktion war erfolgreich: „Es war ein ausverkauftes und überfestivalistisches Wochenende!“, so die Veranstalter auf ihrer Internetseite.

Und der Siegeszug geht weiter. Nicht nur war die 3-tägige Premiere ein voller Erfolg, bereits jetzt ist die Hälfte des Ticketkontingents für die Fortsetzung am 24.05. – 27.05.2018 weg! Also wartet mit dem Kauf nicht allzu lange. Warum das so ist, das haben wir den David einfach mal gefragt. 🙂

Oli Mazzola

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Oberirr: Habt ihr denn mit einem ausverkauften ersten Event gerechnet?

David: Nein, niemals! Als wir angefangen haben, hatten wir gedacht, dass bei 200 Leuten Schluss ist. Auf die Zahl kamen wir dadurch, dass jeder von uns 10-20 Verrückte anschleift. Als wir dann am Funding Ende über 1200 Tickets draußen hatte, fingen wir das erste Mal an davon zu träumen, dass es einen Ausverkauf geben könnte. Wir sind immer noch geflasht das so etwas beim ersten Mal gepackt wurde! Respekt an die Crowd!

Obeirr: Wie war die Resonanz vor Ort?

David: Durchweg hammergeil! Die Gäste haben das Konzept genauso aufgenommen, wie es gedacht ist! Sie hatten alles dabei, was man für 3 Tage Festivalfeeling braucht. Wir haben schon während des Festivals viel Lob bekommen für Orga, Aufbau, Infrastruktur, Secus, Bar Team,… also alles! Viele haben gesagt: „Für’s erste Mal ist es schon perfekt, weiter so!“. Die Feiermeute hat sich auch gefreut: „Das ist das erste Festival auf dem ich mir ein Lied wünschen konnte, welches dann von der Bühne kam.“. Pogo, Circle Pit und allen Massentanzspaß vor der Bühne inklusive. Es gab einen durchweg positiven Flow, der alle gepackt hat, egal ob Fans oder Arbeiter!

Oberirr: Ist euch eine besondere Anekdote im Kopf geblieben während der Planungsphase und dem Event?

David: Als wir im September 2016 die ersten Onlineveröffentlichungen hatten und eine Woche später die ersten Promos auf Partys durchführten, da kamen gleich Leute an, die gesagt haben „Endlich seit ihr da und wir können Tickets kaufen!“ Das hat uns erstaunt, was schon nach einer Woche für ein erster Hype kam. Das gleich viele Leute unsere verrückte Idee gut finden, hätten wir nie gedacht. Die meisten Promos gingen bis zum Morgengrauen, was das heißt weiß glaub jeder, der das kennt. Das ganze Event selbst war eine riesige Anekdote, die für uns alle hängenbleibt! Motiviert ohne Ende für 2018! Als die ersten Gäste kamen, haben wir uns fast darum geschlagen, wer darf die 1. Karte abreisen, wer darf das 1. Festivalband antaggern. Irgendwie war es auch ein großes Erstaunen: „Es kommt ja wirklich jemand, echt genial!“ – nach über einem halben Jahr Planung und Promo. Danke an euch da draußen. Ihr seid die besten Fans!

Oberirr: Wie viele Leute braucht es, um so ein Event zu stemmen? Wie groß ist euer Team?

David: Wir sind zu 10. Dazu kommt noch eine Gruppe von individual Alleskönnern, welche das ganze Jahr für’s Festival ackern. Auf dem Festival selber haben wir dann All-in-All insgesamt ca. 50 Frauen und Männer auf dem Platz. Wir haben eine gute Struktur hier und können bei Bedarf viele motivierte Leute hinzuziehen. Alleine am Sonntag haben 40 Leute 6 Stunden lang das Schlachtfeld gesäubert, um es wieder frisch für die normale Bewirtschaftung zu bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Helfer! Ihr rockt!

Oberirr: Welches Klientel ist nach Hailtingen gekommen?

David: Die komplette Schiene, die Festivals liebt: Metaler, Punks, Rockfans und viele Festivalbegeisterte. Wir hatten eine gute Mischung aus Festivalneulingen und erfahrenem Festivalpublikum! Der Mix hat es gebracht. Wer sich mit unserer Idee identifizieren kann, der ist genau richtig bei uns! Dieser Gedanke hat alle verbunden, wie eine große glückliche Familie eben, die sich zu Weihnachten gemeinsam die Kante gibt.

Oberirr: Was wird für 2018 geplant?

David LükeDavid: Schneller, Höher, Weiter!!! – nee, nur Spaß, wir bleiben wer wir sind, ein Festival von Festivalverrückten für Festivalverrückte mit einer einzigartigen Besonderheit. Wurde schon erwähnt, dass es bei uns eine Bühne gibt, aber keine Band draufsteht!?! 2018 werden wahrscheinlich die Kapazitäten vergrößert, damit über 3.000 Fans ein Zuhause für 3 Tage bei uns finden. Viele verrückte Aktionen, sind fürs Infield geplant, da gibt es genialen Input von unseren Gästen. Den Realitätstest gibt es dann NUR auf dem Festival ohne Bands 2018 vom 24. – 27. Mai in Hailtingen. Kommt vorbei, feiert selbst mit!

Alle Infos, was wirklich passieren wird, gibt es hier: festivalohnebands.defür die Facebooker: www.facebook.com/festivalohnebandsfür Whatsapper: 0152 07629947. Eines noch zum Schluss, holt euch schnell noch vor dem 01.10.2017 fünf Tickets und erhaltet eine Flasche Ficken inkl. Festival Paket gratis dazu.
Danke für das Interview, wir verteilen gerne überall Frohsinn und Unverständnis!
Rockige Grüße David mit der ganzen Crew vom Festival ohne Bands.

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Na sowas, da hat mir mein Interviewpartner doch glatt meine Abschlussworte geklaut! Ist mir ja so auch noch nie passiert. 🙂
In dem Sinne: Rock on!

 

Text: Arian HalitiGinger Chan
Interview: Ginger Chan
Fotos: Oli Mazzola & Festival ohne Bands